Behandlungsspektrum
Über 700 Eingriff pro Jahr
Wir bieten das gesamte Behandlungsspektrum an Fuß und Sprunggelenk
Die Beschwerden an Fuß und Sprunggelenk sind vielfältig und komplex. Die aufgeführten Krankheitsbilder sollen Ihnen einen Eindruck unseres Behandlungsspektrums aufzeigen – können aber nie vollständig sein.
Daher gilt: Lassen Sie Ihre Beschwerden abklären – wir helfen Ihnen, eine passende Lösung zu finden. Ob konservativ oder operativ: Wir sind für Sie da, wenn es um die Behandlung Ihrer Füße geht.
Vorfuß
Ursachen eines Hallux valgus:
Ein Hallux valgus kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden, darunter:
- Veranlagung (familiäre Häufung)
- Tragen von engen oder hohen Schuhen
- Plattfuß oder Spreizfuß
- Bindegewebsschwäche
Typische Symptome:
- Sichtbare Fehlstellung der Großzehe
- Schmerzen beim Gehen oder in Ruhe
- Rötung und Schwellung über dem Großzehengrundgelenk
- Druckstellen oder Schwielenbildung
Behandlung des Hallux valgus:
In frühen Stadien kann ein Hallux valgus mit konservativen Maßnahmen wie Einlagen, Zehenspreizern oder physiotherapeutischen Übungen behandelt werden. Bei fortgeschrittener Fehlstellung oder anhaltenden Schmerzen kann ein operativer Eingriff notwendig sein.
Wir bieten sowohl konventionelle als auch minimalinvasive Operationsverfahren zur Korrektur eines Hallux valgus an – individuell abgestimmt auf Ihre Beschwerden und den Schweregrad der Fehlstellung.
Der Hallux rigidus ist eine schmerzhafte Arthrose im Großzehengrundgelenk, bei der die Beweglichkeit der Großzehe zunehmend eingeschränkt ist. Anders als beim Hallux valgus steht hier nicht die Fehlstellung, sondern die Gelenkversteifung und der zunehmende Schmerz im Vordergrund.
Ursachen eines Hallux rigidus:
Die genaue Ursache ist oft nicht eindeutig. Häufige Auslöser sind jedoch:
- Gelenkverschleiß durch Überlastung oder Fehlbelastung
- Vorfußfehlstellungen wie der Spreizfuß
- Verletzungen oder Mikrotraumata
- Familiäre Veranlagung
Typische Symptome:
- Schmerzen im Großzehengrundgelenk, vor allem beim Abrollen des Fußes
- Eingeschränkte Beweglichkeit der Großzehe (v. a. nach oben)
- Druckempfindlichkeit und Schwellungen im Gelenkbereich
- Auftreten von Knochenauswüchsen (Osteophyten)
- Belastungsbedingte Schmerzen beim Gehen, Laufen oder Stehen
Behandlungsmöglichkeiten beim Hallux rigidus:
In frühen Stadien sind konservative Therapien sinnvoll, z. B.:
- Spezielle Einlagen zur Gelenkentlastung
- Physiotherapie und gezielte Mobilisation
- Entzündungshemmende Medikamente
Bei fortgeschrittener Arthrose oder stark eingeschränkter Lebensqualität kommen operative Verfahren infrage.
In unserer Praxis bieten wir modernste fußchirurgische Eingriffe an – je nach Stadium des Hallux rigidus z. B. Gelenkreinigung (Cheilektomie), Umstellungsoperationen oder in schweren Fällen eine Gelenkversteifung (Arthrodese).
Hammer- und Krallenzehen gehören zu den häufigsten Zehenfehlstellungen und treten meist in Verbindung mit anderen Fußproblemen wie Hallux valgus oder Spreizfuß auf. Beide Fehlstellungen führen zu Schmerzen, Druckstellen und eingeschränkter Beweglichkeit der Zehen und sollten frühzeitig behandelt werden.
Beide Formen können einzeln oder kombiniert auftreten und betreffen häufig die 2. bis 4. Zehe.
Ursachen von Hammer- und Krallenzehen:
- Fußfehlstellungen wie Spreizfuß oder Plattfuß
- Längere Fehlbelastung durch falsches Schuhwerk
- Schwäche oder Ungleichgewicht der Fußmuskulatur
- Neurologische Erkrankungen
- Rheumatische Erkrankungen
- Veranlagung oder altersbedingte Veränderungen
Typische Symptome:
- Sichtbare Fehlstellung der Zehen
- Schmerzen beim Gehen oder in Schuhen
- Druckstellen, Schwielen oder Hühneraugen
- Einschränkungen beim Abrollen des Fußes
- Reibung und Entzündungen durch Schuhdruck
Behandlungsmöglichkeiten:
Konservativ (im frühen Stadium):
- Orthopädische Einlagen zur Druckumverteilung
- Zehenpolster oder -schienen
- Weiches, druckfreies Schuhwerk
- Fußgymnastik zur Kräftigung der Muskulatur
Operativ (bei ausgeprägter oder schmerzhafter Fehlstellung):
In unserer Praxis bieten wir verschiedene fußchirurgische Korrekturverfahren an – je nach Ausprägung in der Regel minimalinvasiv und ambulant. Ziel ist die Wiederherstellung der natürlichen Zehenstellung und eine dauerhafte Schmerzlinderung.
Rückfuß
Der Plattfuß (medizinisch: Pes planus) ist eine häufige Fehlstellung des Fußes, bei der das Längsgewölbe abgesenkt oder komplett eingesunken ist. Dies kann zu Fehlbelastungen, Schmerzen beim Gehen und langfristigen Problemen in Knie, Hüfte oder Rücken führen. Je nach Ausprägung ist es wichtig, einen Plattfuß frühzeitig zu behandeln, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.
Formen des Plattfußes:
- Flexibler Plattfuß: Fußgewölbe sichtbar im Liegen, aber bei Belastung abgeflacht
- Fixierter (rigider) Plattfuß: Fußgewölbe dauerhaft eingesunken
- Erworbener Plattfuß im Erwachsenenalter: Häufig durch Sehnenschwäche (z. B. Tibialis-posterior-Sehne) oder Arthrose bedingt
Ursachen:
- Veranlagung oder angeborene Fehlstellungen
- Übergewicht und chronische Überbelastung
- Schwache Fußmuskulatur oder Bänderschwäche
- Ungeeignetes Schuhwerk (besonders im Kindesalter)
- Verletzungen oder entzündliche Erkrankungen
Typische Symptome:
- Abgeflachtes Fußgewölbe, besonders beim Stehen
- Schmerzen im Mittelfuß, an der Fußinnenseite oder Ferse
- Schnell ermüdende Füße beim Gehen oder Stehen
- Druckstellen oder Schwielen unter dem Fuß
- Schmerzen in Knie, Hüfte oder Rücken durch Fehlbelastung
Plattfuß behandeln – konservative Maßnahmen:
In vielen Fällen lässt sich ein Plattfuß erfolgreich konservativ behandeln. Besonders bei Kindern und leichten Formen stehen folgende Maßnahmen im Vordergrund:
- Individuelle Einlagenversorgung zur Stützung des Fußgewölbes
- Physiotherapie und gezielte Fußgymnastik
- Fußgerechtes Schuhwerk mit guter Unterstützung
- Barfußlaufen, um die natürliche Fußmuskulatur zu trainieren
Plattfuß Operation – wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen:
Bei starken Fehlstellungen, fortgeschrittener Arthrose oder ausbleibender Besserung kann eine Plattfuß Operation notwendig werden. In unserer Praxis bieten wir moderne operative Verfahren zur Korrektur des Plattfußes an – individuell angepasst an Ihre Beschwerden und Ihren Befund.
Zu den möglichen chirurgischen Eingriffen zählen:
- Sehnenumlagerungen oder -verstärkungen
- Umstellungsosteotomien (Knochenkorrekturen)
- Gelenkversteifungen bei schmerzhafter Arthrose
- Kombinationseingriffe bei komplexen Deformitäten
Unsere Plattfuß Operationen erfolgen – je nach Fall – ambulant in unserem praxiseigenen OP oder stationär in einem kooperierenden Krankenhaus.
Ursachen des Hohlfußes:
- Neurologische Erkrankungen (z. B. Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung)
- Angeborene oder familiäre Veranlagung
- Muskelungleichgewicht im Fuß oder Unterschenkel
- Folgen von Unfällen oder Nervenverletzungen
- Seltener: idiopathisch (ohne erkennbare Ursache)
Hohlfuß Symptome:
- Schmerzen im Fußgewölbe, Vorfuß oder Ferse
- Instabilität beim Gehen, häufiges Umknicken
- Druckstellen, Schwielen oder Hühneraugen
- Zehenfehlstellungen wie Krallenzehen
- Verkürzte Achillessehne
- Beschwerden im Knie, der Hüfte oder dem Rücken durch Fehlbelastung
Hohlfuß behandeln – konservative Therapie:
In frühen oder weniger ausgeprägten Fällen kann der Hohlfuß konservativ behandelt werden. Ziel ist es, die Belastung besser zu verteilen und Symptome zu lindern:
- Individuell angepasste orthopädische Einlagen zur Druckumverteilung
- Physiotherapie zur Dehnung und Kräftigung der Muskulatur
- Schuhzurichtungen mit Polsterung und Dämpfung
- Gezielte Dehnübungen, z. B. der Wadenmuskulatur und Achillessehne
Hohlfuß Operation – wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen:
Ist der Hohlfuß stark ausgeprägt oder verursachen die Fehlstellungen erhebliche Beschwerden, kann eine Hohlfuß Operation notwendig sein. Ziel der Operation ist es, das Fußgewölbe zu senken, die Fußstellung zu korrigieren und schmerzhafte Druckpunkte zu entlasten.
Zu den operativen Verfahren zählen unter anderem:
- Knochenumstellungen (z. B. Kalkaneus- oder Mittelfußosteotomien)
- Sehnenverlagerungen oder -verlängerungen
- Korrektur von Zehenfehlstellungen (z. B. Krallenzehen)
- In schweren Fällen: Gelenkversteifungen zur Stabilisierung
In unserer Praxis beraten wir Sie ausführlich zu Ihrer individuellen Hohlfuß Operation und bieten, je nach Befund, die operative Versorgung ambulant oder stationär.
- Subtalargelenk (unteres Sprunggelenk)
- Chopart-Gelenk (Sprungbein-Fersenbein- und Kahnbein-Verbindung)
- Weitere kleine Fußwurzelgelenke
Ursachen der Rückfußarthrose:
- Vorangegangene Verletzungen (z. B. Sprunggelenksfrakturen, Bänderrisse)
- Fehlstellungen des Fußes (z. B. Plattfuß oder Hohlfuß)
- Überbelastung oder Übergewicht
- Rheumatische oder entzündliche Gelenkerkrankungen
- Arthrose durch altersbedingten Gelenkverschleiß
Typische Symptome:
- Schmerzen im Rückfuß oder im Bereich der Ferse
- Belastungsabhängige Beschwerden, z. B. beim Gehen oder Treppensteigen
- Anlaufschmerzen nach Ruhephasen
- Eingeschränkte Beweglichkeit des Fußes oder Sprunggelenks
- Schwellungen und eventuell Fehlstellungen
- Gangunsicherheit oder Schonhaltung
Rückfußarthrose behandeln – konservative Therapieoptionen:
In frühen Stadien lässt sich eine Rückfußarthrose häufig konservativ behandeln, um die Beschwerden zu lindern und die Gelenkfunktion möglichst lange zu erhalten:
- Orthopädische Einlagen zur Entlastung und Korrektur von Fehlstellungen
- Physiotherapie zur Gelenkmobilisation und Muskelkräftigung
- Schuhzurichtungen (z. B. Abrollhilfen)
- Medikamentöse Therapie (z. B. entzündungshemmende Schmerzmittel)
- Injektionen (z. B. mit Hyaluronsäure oder Kortison) zur lokalen Entzündungshemmung
Rückfußarthrose Operation – wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen:
Wenn die Beschwerden trotz konservativer Behandlung bestehen bleiben oder fortschreiten, kann eine Rückfußarthrose Operation notwendig sein. Ziel ist es, Schmerzen zu beseitigen und eine stabile Fußfunktion wiederherzustellen.
Mögliche operative Verfahren:
- Gelenkerhaltende Maßnahmen (z. B. Knorpelglättung, Achskorrekturen)
- Arthrodese (Gelenkversteifung) bei stark geschädigten Gelenken
- Korrektur von Fußfehlstellungen zur Entlastung der Rückfußgelenke
- In bestimmten Fällen: Kunstgelenke (Endoprothetik)
Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser lässt sich eine Rückfußarthrose behandeln – mit dem Ziel, Schmerzen zu lindern, die Gelenkfunktion zu erhalten und die Mobilität zu verbessern.Wir beraten und behandeln Sie individuell – je nach Befund ambulant oder stationär, ggf. mit modernsten minimalinvasiven Techniken.
- Tendinitis (Sehnenentzündung)
- Tendinose (degenerative Veränderungen ohne akute Entzündung)
- Teilrupturen oder vollständige Risse
- Tenosynovitis (Entzündung der Sehnenscheiden)
Häufig betroffene Sehnen am Fuß:
- Achillesehne: Die stärkste Sehne des Körpers – häufig betroffen bei Sportlern oder durch chronische Überlastung
- Peronealsehnen: Verlaufen an der Außenseite des Sprunggelenks – wichtig für Stabilität und das Anheben des Fußes
- Tibialis posterior Sehne: Verläuft hinter dem Innenknöchel – zentrale Rolle für das Fußgewölbe und bei der Entstehung des Plattfußes
- Flexorensehnen: Verantwortlich für das Beugen der Zehen – können bei Fehlbelastung oder Arthrose schmerzhaft gereizt sein
Ursachen für Sehnenerkrankungen:
- Überlastung durch Sport, Arbeit oder langes Stehen
- Fußfehlstellungen wie Plattfuß oder Hohlfuß
- Ungünstiges Schuhwerk oder fehlende Dämpfung
- Verletzungen, Umknicktraumen oder chronische Mikrotraumen
- Entzündlich-rheumatische Grunderkrankungen
- Degenerative Veränderungen mit zunehmendem Alter
Typische Symptome:
- Sehnenschmerzen am Fuß, vor allem bei Belastung
- Druckempfindlichkeit entlang der betroffenen Sehne (z. B. Achillessehne oder Tibialis posterior Sehne)
- Schwellung oder Verdickung der Sehne
- Morgensteifigkeit oder Schmerzen nach Ruhephasen
- Instabilitätsgefühl bei Schädigung der Peronealsehnen
- Einschränkungen der Beweglichkeit und Gangbildveränderung
Sehnenerkrankung am Fuß behandeln – konservativ oder operativ
In den meisten Fällen lassen sich Sehnenerkrankungen am Fuß konservativ behandeln, insbesondere wenn sie frühzeitig erkannt werden. Ziel ist die Entlastung der Sehne, die Reduktion der Entzündung und der Erhalt der Beweglichkeit.
Konservative Maßnahmen:
- Einlagenversorgung, um Fehlstellungen (z. B. Senkfuß) zu korrigieren
- Physiotherapie mit Dehnübungen und Kräftigung der Fußmuskulatur
- Schuhanpassungen zur besseren Lastverteilung
- Medikamente zur Schmerz- und Entzündungsreduktion
- Stoßwellentherapie oder Injektionen mit Hyaluronsäure oder PRP (Eigenblut)
Operative Behandlung:
Wenn konservative Maßnahmen keine ausreichende Besserung bringen oder Strukturschäden bestehen (z. B. bei Teilruptur der Achillesehne oder Degeneration der Tibialis posterior Sehne), kann eine Operation erforderlich sein.
Zu den möglichen Eingriffen zählen:
- Sehnennaht oder Sehnenrekonstruktion
- Verlagerung oder Verstärkung geschwächter Sehnen (z. B. bei Peronealsehneninsuffizienz)
- Kombinierte Korrekturen bei gleichzeitigem Plattfuß oder Fehlstellung
- Minimalinvasive Techniken zur schnelleren Genesung, wenn medizinisch sinnvoll
Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Therapie sind entscheidend, um chronische Beschwerden und dauerhafte Bewegungseinschränkungen zu vermeiden.
Sprunggelenk
Die Sprunggelenksarthrose ist eine schmerzhafte Verschleißerkrankung des oberen Sprunggelenks (OSG), bei der der schützende Gelenkknorpel nach und nach abgebaut wird. Anders als die häufigeren Arthrosen an Knie oder Hüfte ist die Arthrose im Sprunggelenk meist die Folge früherer Verletzungen – z. B. nach einem Bänderriss, einer Fraktur oder chronischer Fehlbelastung.
Ursachen der Sprunggelenksarthrose
Die häufigsten Auslöser für den Knorpelverschleiß im Sprunggelenk sind:
- Verletzungsfolgen (z. B. nach Sprunggelenksfraktur oder Bänderriss)
- Fehlstellungen des Fußes oder Sprunggelenks
- Chronische Überlastung (z. B. bei sportlicher Belastung, Übergewicht)
- Entzündliche Gelenkerkrankungen (z. B. Rheuma)
- Posttraumatische Arthrose nach Unfällen
Symptome – so macht sich Arthrose im Sprunggelenk bemerkbar
- Belastungsabhängige Schmerzen im Sprunggelenk, z. B. beim Gehen, Treppensteigen oder Sport
- Anlaufschmerzen nach Ruhephasen
- Schwellung oder Gelenksteife, vor allem morgens
- Eingeschränkte Beweglichkeit im Fußgelenk
- In fortgeschrittenem Stadium: Schmerzen auch in Ruhe, Gangbildveränderung und Schonhaltung
Sprunggelenksarthrose behandeln – individuell und zielgerichtet
Die Wahl der Sprunggelenksarthrose-Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung, dem Leidensdruck und der körperlichen Aktivität des Patienten. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit zu erhalten und eine Operation möglichst hinauszuzögern.
Konservative Behandlungsmöglichkeiten:
- Einlagenversorgung zur Korrektur von Fehlstellungen
- Physiotherapie zur Stabilisierung und Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit
- Orthopädische Schuhe oder Bandagen zur Entlastung
- Medikamentöse Schmerztherapie (z. B. NSAR)
- Hyaluronsäure-Injektionen oder PRP-Therapie zur Knorpelregeneration
- Stoßwellentherapie zur Reizlinderung
Operation bei Sprunggelenksarthrose – wann ist ein Eingriff sinnvoll?
Wenn die konservativen Maßnahmen keine ausreichende Linderung mehr bringen, kann eine Operation bei Sprunggelenksarthrose notwendig werden. Ziel ist entweder der Erhalt oder der Ersatz des geschädigten Gelenks – je nach Schweregrad und individuellem Befund.
Operative Verfahren:
- Gelenkerhaltende Eingriffe (z. B. Knorpelglättung oder Umstellungsosteotomie)
- Arthroskopie zur Entfernung von freien Gelenkkörpern oder entzündetem Gewebe
- Sprunggelenksversteifung (Arthrodese) – zur Schmerzreduktion bei vollständigem Knorpelverlust
- Sprunggelenksprothese (künstliches Sprunggelenk) – bei geeignetem Patientenprofil für mehr Beweglichkeit und Funktionserhalt
Frühe Diagnostik und eine gezielte Therapie der Sprunggelenksarthrose sind entscheidend, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu erhalten. Eine individuell abgestimmte Operation bei Sprunggelenksarthrose kann die Lebensqualität deutlich verbessern – insbesondere dann, wenn alle nicht-operativen Maßnahmen ausgeschöpft sind.
Ursachen der Sprunggelenksinstabilität
- Verletzungen der Außenbänder durch Umknicktraumata
- Nicht ausgeheilte Bänderrisse oder -dehnungen
- Muskelungleichgewicht oder Koordinationsstörungen
- Überlastung durch Sport oder Beruf
- Fußfehlstellungen wie Hohlfuß oder Knick-Senkfuß
- Laxität des Bandapparats (angeborene Bindegewebsschwäche)
Symptome einer Bandinstabilität am Sprunggelenk
- Wiederholtes Umknicken des Fußes, auch auf ebenem Untergrund
- Unsicheres Gangbild, besonders beim Sport oder auf unebenem Boden
- Schmerzen oder Schwellung an der Außenseite des Sprunggelenks
- Gefühl von Instabilität oder „Weggleiten“ des Fußes
- In schweren Fällen: Arthrosebildung durch chronische Fehlbelastung
Sprunggelenksinstabilität behandeln – konservativ und operativ
In der akuten Phase einer Bänderdehnung oder -ruptur erfolgt zunächst eine konservative Therapie. Bleibt die Sprunggelenksinstabilität dauerhaft bestehen, ist eine weiterführende Behandlung oder gegebenenfalls eine Operation bei Sprunggelenksinstabilität notwendig.
Konservative Therapie:
- Physiotherapie zur Kräftigung und Verbesserung der Koordination
- Stabilisierung durch Bandagen oder Orthesen
- Fußgymnastik und propriozeptives Training
- Einlagenversorgung zur Korrektur begleitender Fehlstellungen
- Sportpause oder Belastungsanpassung
Operation bei Sprunggelenksinstabilität:
Bei chronischer Bandinsuffizienz oder wenn konservative Maßnahmen keine Besserung bringen, kann eine operative Stabilisierung des Sprunggelenks sinnvoll sein.
Typische Verfahren sind :
- Bandplastik oder Bandnaht (z. B. Broström-Gould-Technik)
- Rekonstruktion mit Sehnentransfer bei komplexen Instabilitäten
- Zusätzliche Korrekturen bei begleitender Fehlstellung (z. B. Hohlfußkorrektur)
- Arthroskopische Verfahren zur Beurteilung und Behandlung von Knorpelschäden
Mit moderner Diagnostik und gezielter Therapie lässt sich die Stabilität des Gelenks in der Regel wiederherstellen. Insbesondere nach einer erfolgreichen Operation bei Sprunggelenksinstabilität ist in vielen Fällen eine vollständige Rückkehr zur vollen Belastbarkeit möglich – auch im Sport.
Ferse
Die Plantarfasziitis ist eine schmerzhafte Entzündung der Sehnenplatte an der Fußsohle (Plantarfaszie), die häufig die Ursache für Schmerzen unter der Ferse ist – besonders beim ersten Auftreten am Morgen oder nach längerer Ruhe. Die Erkrankung betrifft vor allem Läufer, sportlich aktive Menschen sowie Personen mit Fußfehlstellungen oder Übergewicht.
Ursachen der Plantarfasziitis
Die Plantarfaszie ist eine kräftige Sehnenplatte, die von der Ferse bis zu den Zehen zieht und das Fußgewölbe stabilisiert. Bei Überlastung oder Fehlbelastung kann es zu Mikroverletzungen und einer schmerzhaften Sehnenentzündung an der Fußsohle kommen.
Häufige Auslöser:
- Überlastung durch Sport (z. B. Joggen, Ballsport)
- Fehlstellungen wie Plattfuß oder Hohlfuß
- Ungeeignetes Schuhwerk (z. B. flache oder harte Sohlen)
- Übergewicht
- Berufliches Stehen oder Gehen auf hartem Boden
- Verkürzte Wadenmuskulatur oder Achillessehne
- Begleitend kann sich auch ein Fersensporn ausbilden – eine knöcherne Reizung am Sehnenansatz
Typische Symptome der Plantarfasziitis
- Stechender Fersenschmerz, besonders morgens beim Aufstehen („Anlaufschmerz“)
- Schmerzen nach längerer Ruhe oder nach dem Sport
- Beschwerden bessern sich oft mit Bewegung, verschlechtern sich bei längerer Belastung
- In manchen Fällen ist auch eine Schwellung oder Verhärtung tastbar
- Druckschmerz unter der Ferse oder im Verlauf der Fußsohle
- In vielen Fällen: kombinierte Beschwerden durch Plantarfasziitis und Fersensporn
Hinweis: Ein Fersensporn allein verursacht oft keine Schmerzen – die Beschwerden entstehen meist durch die Reizung der umgebenden Strukturen wie der Plantarfaszie.
Plantarfasziitis behandeln – konservativ und gezielt
Die Plantarfasziitis Therapie ist in den meisten Fällen ohne Operation erfolgreich. Wichtig ist eine individuelle, ganzheitliche Behandlung, die sowohl die akuten Schmerzen lindert als auch die Ursachen behebt.
Konservative Behandlungsmöglichkeiten:
- Dehnübungen für die Plantarfaszie und Wadenmuskulatur
- Physiotherapie und manuelle Techniken
- Einlagenversorgung zur Entlastung der Sehnenplatte
- Stoßwellentherapie (ESWT) zur Reizreduktion und Regeneration
- Kältetherapie, entzündungshemmende Medikamente oder Salben
- Taping oder Bandagen
- Nachtlagerungsschienen zur passiven Dehnung
Invasive Maßnahmen:
- Infiltrationen mit Kortison oder PRP (Eigenblut) bei therapieresistentem Verlauf
- In seltenen Fällen: operative Lösung der Plantarfaszie und minimalinvasive Abtragung des Fersensporns
Die Haglund-Ferse und der dorsale Fersensporn gehören zu den häufigsten Ursachen für Fersenschmerzen an der Rückseite der Ferse. Beide Krankheitsbilder gehen oft mit einer schmerzhaften Reizung oder Entzündung im Bereich der Achillessehne einher und können die Lebensqualität erheblich einschränken – besonders beim Gehen, Sport oder Tragen fester Schuhe.
Was ist die Haglund-Ferse?
Die Haglund-Ferse (medizinisch: Haglund-Exostose) bezeichnet eine knöcherne Vorwölbung am hinteren oberen Fersenbein. Sie entsteht häufig durch mechanischen Druck, z. B. durch enge Schuhe oder übermäßige Belastung. Die Vorwölbung reizt die umgebenden Strukturen wie die Achillessehne oder den Schleimbeutel zwischen Sehne und Knochen, was zu Schmerzen und Entzündungen führt.
Was ist ein dorsaler Fersensporn?
Der dorsale Fersensporn ist eine knöcherne Ausziehung am hinteren Fersenbein, direkt im Bereich des Ansatzes der Achillessehne. Anders als der plantare Fersensporn (an der Fußsohle) verursacht der dorsale Fersensporn Schmerzen hinten an der Ferse, besonders beim Druck durch Schuhe oder bei Belastung durch Sport.
In vielen Fällen treten Haglund-Ferse und dorsaler Fersensporn kombiniert auf und verstärken sich gegenseitig in ihrer Symptomatik.
Typische Symptome
- Schmerzen an der Fersenhinterkante, besonders beim Gehen, Stehen oder Sport
- Druckempfindlichkeit im Bereich der Achillessehne
- Rötung, Schwellung oder lokale Entzündung
- Beschwerden beim Tragen fester Schuhe
- In chronischen Fällen: Verdickung oder Entzündung der Achillessehne
Ursachen & Risikofaktoren
- Enge oder harte Schuhkappen (v. a. bei Sportschuhen)
- Fußfehlstellungen wie Hohlfuß
- Verkürzte Wadenmuskulatur oder Sehnenzug
- Überlastung durch Sport oder stehende Tätigkeit
- Genetische Veranlagung (z. B. prominenter Fersenbeinknochen)
Haglund-Ferse & dorsalen Fersensporn behandeln – konservativ & operativ
Je nach Ausprägung kommen konservative oder operative Therapien zum Einsatz. Ziel ist es, Reibung und Druck zu reduzieren, Entzündungen zu lindern und eine Überlastung der Achillessehne zu vermeiden.
Konservative Behandlungsmöglichkeiten:
- Schuhumstellung mit Fersenpolstern oder Fersenerhöhung
- Weiches Schuhwerk, ggf. orthopädische Einlagen
- Physiotherapie, Dehnübungen für Waden- und Fußmuskulatur
- Stoßwellentherapie zur Reizminderung und Durchblutungsförderung
- Entzündungshemmende Medikamente oder Injektionen (z. B. PRP)
- Kühlung, Taping oder Bandagen
Operation bei Haglund-Ferse und dorsalem Fersensporn:
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen, kann eine Operation zur Abtragung der knöchernen Anbauten notwendig sein. Dabei wird die Haglund-Exostose sowie der dorsale Fersensporn entfernt und ggf. entzündetes Gewebe oder der Schleimbeutel mitbehandelt. Auch eine Sehnenrekonstruktion kann in fortgeschrittenen Fällen notwendig sein. Abhängig vom Ausgangsbefund zudem die Möglichkeit zur Umstellung des Fersenbeins (Zadek Osteotomie). Sämtliche der genannten Eingriffe erfolgen hierbei in der Regel minimalinvasiv.
Knorpel
Knorpelschäden am Fuß und Sprunggelenk sind häufige Ursachen für chronische Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und vorzeitige Arthrose. Sie können durch Verletzungen, Fehlbelastungen, Instabilitäten oder altersbedingten Verschleiß entstehen. Ohne gezielte Behandlung kann ein Knorpelschaden fortschreiten und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Ursachen von Knorpelschäden
- Unfallbedingte Verletzungen (z. B. Umknicken, Knochen-Knorpel-Abbrüche)
- Chronische Überlastung bei Sport oder Arbeit
- Instabilitäten z. B. nach Bänderriss
- Fehlstellungen wie Knick-, Senk- oder Plattfuß
- Verschleißbedingte Veränderungen (Beginnende Arthrose)
- Durchblutungsstörungen (z. B. Osteochondrosis dissecans)
Symptome eines Knorpelschadens
- Tiefliegende Gelenkschmerzen, v. a. bei Belastung
- Schwellungen oder Gelenkergüsse
- Steifheitsgefühl im Sprunggelenk
- Blockierungen oder Instabilitätsgefühl
- Zunehmende Bewegungseinschränkung
- Später: Anzeichen einer Arthrose
Knorpeltherapie und Knorpelchirurgie – individuell abgestimmt
Die Wahl der geeigneten Knorpelbehandlung richtet sich nach Größe, Lage und Tiefe des Schadens, dem Alter des Patienten und der Gelenksituation. Ziel ist es, die Gelenkfunktion zu erhalten, Schmerzen zu lindern und das Fortschreiten der Arthrose zu verhindern.
Konservative Therapien:
- Entlastung & Physiotherapie
- Orthopädische Einlagen
- Injektionen (z. B. Hyaluronsäure, PRP)
- Anpassung sportlicher Aktivitäten
Operative Knorpelchirurgie:
- Arthroskopische Gelenkspülung & Glättung
- Mikrofrakturierung zur Anregung von Knorpelneubildung
- AMIC-Technik (Autologe Matrix-induzierte Chondrogenese)
- Knorpel-Knochen-Transplantation (z. B. OATS)
- Autologe Knorpelzelltransplantation (ACT)
- Korrekturosteotomien zur Achsenkorrektur bei Fehlstellung
- In schweren Fällen: Gelenkersatz oder Versteifung
Wir bieten moderne Knorpelchirurgie am Fuß und Sprunggelenk und somit vielfältige Möglichkeiten, beschädigtes Knorpelgewebe zu reparieren oder zu regenerieren – oft minimalinvasiv und gelenkerhaltend.
Nervenschädigungen
Das Morton-Neurom (auch Morton Neuralgie) ist eine schmerzhafte Nervenerkrankung im Bereich des Vorfußes. Es handelt sich dabei um eine Verdickung eines Nerven zwischen den Mittelfußknochen, meist zwischen dem dritten und vierten Zeh. Diese Verdickung führt zu Druckschmerzen, einem brennenden Gefühl beim Gehen und häufig zu Taubheitsgefühlen in den Zehen.
Vor allem Frauen sind betroffen – nicht selten ausgelöst durch enges Schuhwerk oder hohe Absätze, das den Nerv dauerhaft einengt und reizt.
Symptome des Morton-Neuroms
- Brennende oder stechende Schmerzen im Vorfuß, insbesondere beim Gehen oder Stehen
- Gefühl eines „Steins im Schuh“
- Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Zehen (häufig 3. und 4. Zeh)
- Schmerzen bei Druck auf den Fuß oder beim Tragen enger Schuhe
- Vorübergehende Besserung beim Ausziehen der Schuhe oder Hochlagern des Fußes
Ursachen & Risikofaktoren
- Chronischer Druck auf den Nerv (z. B. durch enge oder hohe Schuhe)
- Fehlstellungen des Fußes, z. B. Spreizfuß
- Überlastung durch Sportarten mit hoher Vorfußbelastung
- Wiederholte Mikrotraumata im Mittelfußbereich
- Verdickung des Nervengewebes (Pseudoneurom) durch anhaltende Reizung
Morton Neurom behandeln – individuell & zielgerichtet
Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Beschwerden und dem Stadium der Erkrankung. Ziel ist es, die Nervenreizung zu reduzieren und eine dauerhafte Druckentlastung herzustellen.
Konservative Therapieoptionen:
- Anpassung des Schuhwerks (z. B. breite Schuhe, weiche Sohlen)
- Orthopädische Einlagen mit Pelotte zur Entlastung des Vorfußes
- Infiltration mit Kortison oder Lokalanästhetika zur Schmerzreduktion
- Stoßwellentherapie zur Durchblutungsförderung und Nervenberuhigung
- Physiotherapie zur Korrektur von Fehlbelastungen
Operative Behandlung:
Wenn konservative Maßnahmen nicht mehr helfen, kann eine Operation des Morton-Neuroms notwendig werden. Dabei wird der verdickte Nerv entweder freigelegt und entlastet oder bei chronischer Schädigung vollständig entfernt. Der Eingriff erfolgt bei uns in der Regel ambulant und minimalinvasiv.
Das Tarsaltunnelsyndrom ist eine schmerzhafte Nerveneinklemmung im Bereich des Sprunggelenks, genauer gesagt des Nervus tibialis (hinteres Tarsaltunnelsyndrom), der durch den sogenannten Tarsaltunnel an der Innenseite des Fußes verläuft. Durch Druck, Reizung oder Einengung des Nervs entstehen brennende Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle, die sich oft bis in die Fußsohle oder die Zehen ausbreiten.
Typische Symptome des Tarsaltunnelsyndroms
- Brennende oder stechende Schmerzen an der Fußinnenseite oder Fußsohle
- Kribbeln oder Ameisenlaufen in Ferse, Fußgewölbe oder Zehen
- Taubheitsgefühl im Fuß, vor allem bei Belastung
- Beschwerden verstärken sich beim Gehen, Stehen oder nachts
- Druckschmerz am Innenknöchel oder entlang des Tarsaltunnels
Ursachen & Risikofaktoren
Das Tarsaltunnelsyndrom entsteht durch eine Einengung des Nervenkanals am Innenknöchel. Mögliche Auslöser sind:
- Fußfehlstellungen (z. B. Knick-Senkfuß, Plattfuß)
- Verletzungen oder Narben im Bereich des Sprunggelenks
- Schwellungen durch Sehnenentzündungen oder Ganglien (Zysten)
- Vergrößerte Blutgefäße, Lipome oder Raumforderungen
- Diabetes mellitus oder andere systemische Nervenerkrankungen
- Überlastung oder chronische Fehlbelastung
Tarsaltunnelsyndrom behandeln – konservativ und operativ
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Nervenkompression. Ziel ist es, den Druck vom Nerv zu nehmen und die Beschwerden nachhaltig zu lindern.
Konservative Therapie:
- Schuhanpassung oder orthopädische Einlagen zur Korrektur von Fehlstellungen
- Physiotherapie zur Mobilisation und Entlastung
- Entzündungshemmende Medikamente oder Infiltrationstherapie (z. B. mit Kortison oder PRP)
- Nervenmobilisation und manuelle Therapie
- Schonung, Kühlung und ggf. Bandagen
Operation bei Tarsaltunnelsyndrom:
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen oder die Beschwerden über längere Zeit bestehen, kann eine operative Dekompression des Nervs sinnvoll sein. Dabei wird der Tarsaltunnel chirurgisch erweitert und der eingeklemmte Nerv entlastet. Dieser Eingriff erfolgt in der Regel ambulant mit guten Erfolgsaussichten.
Frühzeitig erkannt, lässt sich das Tarsaltunnelsyndrom gut behandeln – konservativ oder operativ, je nach Ausprägung.

Terminvergabe